NEUES PRODUKT ALS KUNSTSTOFFERSATZ

UPM hat ein neues Verbundmaterial entwickelt, das die Welt erobern soll. UPM ForMi wird aus Zellstofffasern und Kunststoff hergestellt. Es hat ähnliche Eigenschaften wie Kunststoff, aber dieselben ökologischen Vorteile wie Holz.

 

Das neue Verbundmaterial enthält je nach den Anforderungen an das Endprodukt 20 bis 60 Prozent Zellstofffasern. Für manche Einsatzzwecke kann der Zellstoffanteil sogar auf 80 Prozent erhöht werden. Das Produkt wurde im Rahmen eines der drei laufenden Programme im UPM-Bereich New Business Development entwickelt, das sich mit der Entwicklung fortschrittlicher Fasermaterialien beschäftigt.

 

UPM ForMi wird als Granulat geliefert, das im Spritzgussverfahren verarbeitet wird. Das Material ist potenziell für viele Industriebranchen geeignet. Insbesondere ist an Einsatzgebiete mit hohen Stückzahlen gedacht, in denen das Produkt sogar mit ABS-Kunststoff konkurrieren könnte. Dazu zählen etwa Hartschalengehäuse in der Elektronikindustrie, Staubsauger, Fernseher und Haushaltsgeräte. Zurzeit wird das Material unter anderem in der Möbel- und der Kfz-Industrie getestet, so etwa für die Innenausstattung von Autos.

 

Mit seinem geringeren CO2-Fußabdruck ist UPM ForMi gegenüber konventionellen Kunststoffen deutlich im Vorteil. Das neue Verbundmaterial enthält bis zu 60 Prozent nachwachsende Rohstoffe aus nachhaltigen Quellen und wird mit Bioenergie produziert. Außerdem ist es recycelbar und kann thermisch verwertet werden.

 

UPM ForMi ist von gleichbleibender Qualität und geruchsneutral. Es besitzt eine hohe Festigkeit und lässt sich gut färben. Die ersten Produkte aus UPM ForMi bestehen aus Polypropylen und Birkenzellstoff.

 

Text: Tuovi Similä
Fotos: Jari Leino

 

Dieser Artikel basiert auf einem Gespräch mit Stefan Fors, der das UPM-Programm Fortschrittliche Kunststoffe betreut.